Landsberg erste Station
Seit dieser Saison spielt der Sohn des gebürtigen Deutschen Uwe Helms beim EV Landsberg 2000. "Ich habe zwei Pässe, den kanadischen und den deutschen", verrät der 21-Jährige. Landsberg sei seine erste Spielerstation außerhalb der Heimat. "Die Mannschaft hilft mir aber bei allem. Ich wurde hier einfach super aufgenommen," sagt Kyle Helms. Klar gebe es Momente, wo er seine Familie und Freundin zu Hause vermisse, aber "ich fühle mich hier sehr wohl". Im Oktober komme seine Freundin außerdem nach Landsberg. "Sie bleibt dann für die gesamte Saison," freut sich Helms. Auch die Wohnsituation sei optimal. "Ich wohne mit Jon Smyth und Matthias Wittmann zusammen. Das klappt super." In seiner Freizeit liebt Helms es entspannt einen guten Film zu schauen und verreist außerdem gerne. Nebenbei spielt er noch Fußball. "Im Sommer natürlich auch Inline-Hockey."
In den letzten Spielen bewies Kyle Helms bereits seine Klasse und zählt für Trainer Larry Mitchell zu den positiven Überraschungen. So gelangen dem Stürmer beispielsweise gegen Feldkirch gleich fünf Scorerpunkte: zwei Tore und drei Assists. Dabei bekam er von den Fans sogar Szenenapplaus. "Die Fans hier gehen voll mit ihrer Mannschaft mit. Man bekommt ja auf dem Eis nicht alles mit, aber es war schon ein tolles Gefühl." Helms spielt derzeit in einer Reihe mit Marcel Juhasz und David Wrigley. "Mit solch starken Spielern macht es natürlich riesig Spaß." Die Partie gegen die Eisbären Berlin sieht Helms als bisher bedeutendste in seiner Karriere. "Das Spiel war so schnell und meiner Meinung nach waren wir sogar zwei Drittel lang auch die bessere Mannschaft."
Immer hart arbeiten
An das häufige Training hat sich der ruhige Deutsch-Kanadier bereits gewöhnt. Zu Hause in Kanada ging er ja nebenbei noch zur Schule und in Landsberg wird zwei Mal täglich trainiert. "Das war schon eine kleine Umstellung." Allerdings kommt ihm die harte Arbeit auch entgegen, denn schließlich wolle er in dieser Liga erfolgreich sein. "Ich kenne die anderen Mannschaften kaum, aber ich will in die Play-offs", sagt er. "Dafür spiele ich Eishockey."
Das Ziel Eishockey-Profi zu werden, hatte Helms schon immer. In Landsberg hat er nun die Chance sein Potential zu zeigen.
von Christian Storhas















